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BEAUTY | Trend
Natürlich Schön
Blüten, Früchte, Gold: Die Rohstoffe aus der Schatzkammer der Natur werden mit Hightech-Methoden zu Wirkstoffen verarbeitet, die vieles können: pflegen und beruhigen, straffen und glätten
Model: Melo für Elite. Haare: Jean-Luc Amarin, Make-up: Tiina Roivainen, beide für www.airport agency.com, mit Produkten von Wella und Sisley. Setdesign: Pascal Humbert, assistiert von Cat Traoré für www.nouvelleaffaire.com. Produktion: Susanne Stefanski
Foto: Driu & Tiago
Fotos: Börlind GmbH (1), P. Sutherland (1), Fotograf GmbH (1)
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GRÜNE PFLEGE – EIN GEWINN FÜR HAUT & UMWELT
Die Erfolgsstory beginnt in Hollywood. Es war zu der Zeit, als Biolebensmittel in den USA schwer im Kommen waren und Biosupermärkte wie „Whole Foods“ große Erfolge feierten. Susan West führte damals die Geschäfte der deutschen Naturkosmetikfirma Dr. Hauschka in Amerika und hatte für die Vermarktung nur ein kleines Budget – dafür aber gute Kontakte in Hollywood. Auf diesem Weg bestückte sie die Schminkkoffer der Filmvisagisten mit Cremes und Make-up von Dr. Hauschka. Naturkosmetik wurde Kult.
Pionierarbeit
Inzwischen ist biologische Pflege längst mehr als ein Hype. Traditionelle Marken der ersten Stunde wie Weleda, Annemarie Börlind oder Lavera stehen mittlerweile ganz selbstverständlich in Designertempeln und Concept-Stores neben Luxusmarken. Der Markt von natürlicher Kosmetik wächst zweistellig und wird immer differenzierter. Sogar Klassiker wie Chanel oder Guerlain setzen verstärkt auf die grüne Kraft. Schon jede zehnte Frau kauft Biokosmetik und noch viel mehr Frauen interessieren sich dafür. Vor allem die Pioniere in Sachen Naturkosmetik erfüllen strenge Kriterien in puncto Rohstoffe und Herstellung. Aber auch neue Marken wie Kibio oder Snowberry etablieren sich schnell. Die Inhaltsstoffe eines wirklich organischen Produkts – der Begriff Naturkosmetik ist nicht geschützt – müssen auf einem pestizid- und düngemittelfreien Boden gewachsen sein, die Rohstoffe fair gehandelt werden und die CO2-Bilanz sollte stimmen. Um dies transparent zu machen, wurden in den letzten Jahren verschiedene Gütesiegel entwickelt.
Bio mit Siegel
Für echte Naturkosmetik steht eines der ältesten Zertifikate, das deutsche Siegel „BDIH“. Dessen Kriterien: Die Rohstoffe sind soweit wie möglich aus biologischem Anbau, es wird auf synthetische Farb- und Duftstoffe, Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte verzichtet. In 80 Ländern gibt es die französische Qualitätsbezeichnung „Ecocert“. Kosmetik mit diesem Siegel besteht zu 95 Prozent aus natürlichen Inhaltsstoffen, wovon mindestens die Hälfte aus Bioanbau stammen muss. Das amerikanische Siegel „USDA Organic“ ist besonders streng und garantiert, dass Produkte zumindest 95 Prozent aus organisch produzierten Inhaltsstoffen bestehen müssen.